Müllsammelaktion am Strand

Es geht um Meer!

Die Meere sind in Gefahr.
Viele Meereslebewesen sind überfischt oder sogar vom Aussterben bedroht.
Die Ozeane werden immer mehr zur Müllhalde.
Die Kreuzfahrt- und Ölindustrie verschmutzt das Wasser.
Der Klimawandel zerstört die Unterwasserwelt.


Die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs „Machtpoker Weltmeere“ (Jahrgang 12) schrieben im letzten September ihre Facharbeiten über Themen wie Schifffahrt, Meeresverschmutzung durch Plastik oder Überfischung. Die Schülerinnen und Schüler haben sich dann entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen, da das Meer und der Schutz der Meere ein Thema ist, welches uns alle betrifft. Sie wollten Aufklärungsarbeit leisten und die Menschen dazu bewegen, ein besseres Bewusstsein für den eigenen Konsum und das eigene Verhalten zu entwickeln. Auch wollten sie ihr eigenes Verhalten ändern. Ende September planten sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Denise Apel das Projekt „Es geht um Meer!“ Für die Projektarbeit wurden drei Teams eingeteilt: Das Organisationsteam, das Aktionsteam und das Kontextteam.

Die Projektarbeit

Das Aktionsteam hat Müllsammelaktionen am Strand von Schillig organisiert. Eine weitere Aktion war der „Selbsthilfeversuch“, bei dem die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang den Plastikmüll aus ihrem Haushalt gesammelt haben, den eigenen Plastikkonsum zu reflektieren. Dann wurde die Ausstellung geplant, die Gastredner wurden eingeladen. Das Team hat sich außerdem um das Bedrucken vieler Jutebeutel gekümmert. Des Weiteren gab es noch eine Aktion auf dem Wochenmarkt von Rastede, wo die Schüler auf ihr Projekt aufmerksam gemacht und Spenden sammelten.

Auch auf dem Rasteder Wochenmarkt machten die Schülerinnen und Schüler auf die Bedrohung der Weltmeere aufmerksam.
„Mir hat die Aufräumaktion am Strand
die Ernsthaftigkeit der Lage
vor Augen geführt.“

Das Organisationsteam hat sich um Sponsoren bemüht, die das Projekt finanziell unterstützt haben. Sie haben sich auch im Allgemeinen um die Finanzen gekümmert, beispielsweise hat das Team auch den Druck der Plakate und des Banners für die Ausstellung organisiert. Zudem hat das Team alle wichtigen Informationen und Termine mit der Schulleitung besprochen.

Das Kontextteam hat sich um die inhaltliche Ausarbeitung der Plakate für die Ausstellung gekümmert. Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit den geschriebenen Facharbeiten auseinandergesetzt und die Inhalte daraus entnommen. Zudem hat das Team das Logo des Projekts entwickelt.

Wichtig ist, dass jedes Team für das Projekt gleichermaßen wichtig war. Alle Schüler haben an einem Strang gezogen, tatkräftig zusammen gearbeitet und sich immer gegenseitig unterstützt. An den Durchführungen der Aktionen beispielsweise beteiligten sich immer alle Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs.

Die Ausstellung in der KGS Rastede

Am Samstag, den 26.01.2019, fand die Eröffnung der Ausstellung mit Gastvorträgen von Dr. Barbara Scholz-Böttcher von der Universität Oldenburg und Dr. Gregor Scheiffarth vom Nationalpark Wattenmeer in der KGS Rastede statt. Dabei wurden Ergebnisse der Facharbeiten auf Plakaten präsentiert. Außerdem waren viele Fundstücke von den Müllsammelaktionen in Schillig zu sehen.

Die Ergebnisse der Facharbeiten stießen auch bei Gastredner Dr. Gregor Scheiffarth vom Nationalpark Wattenmeer (2.v.l.) auf reges Interesse.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich viel Mühe gegeben, eine breite Öffentlichkeit auf die Ausstellung aufmerksam zu machen. Viele waren mit mit den Besucherzahlen zufrieden. Einzelne hätten sich aber mehr Interesse aus der Schule gewünscht: „Ich glaube, insgesamt waren nur vier Lehrer da und genau zwei Schüler. Der Großteil der Besucher waren Verwandte und Rasteder. Das hat mich auch gefreut. Aber das Meer ist ein Thema, das uns wirklich alle betrifft, und da war die schwache Resonanz aus der eigenen Schule schon ein wenig deprimierend“, meint Louisa Mertens. In der darauf folgenden Woche blieb die Ausstellung für drei weitere Tage im Forum stehen und die Schüler des Seminarfachs boten Führungen für Klassen an. Allegra Düser, die am Projekt beteiligt war, sagt über die Führungen: „Ich fand das echt bewundernswert wie interessiert die Kleinen an der Sache waren und wie informiert sie waren!“

Was haben die Schüler gelernt?

Es geht um Meer
Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur viel über die Gefährdung der Weltmeere gelernt, sondern auch über die Planung und Durchführung von Projekten.

Die Schülerinnen und Schüler wollten ihr eigenes Konsumverhalten ändern und auch möglichst viele andere Menschen dazu anregen. Dabei ging es insbesondere um den Plastikmüll, der die Meere gefährdet. „Mir hat die Aufräumaktion am Strand die Ernsthaftigkeit der Lage vor Augen geführt“, sagt Patrick Bürmann. Im Allgemeinen haben die Schüler sehr viel aus dem Projekt mitgenommen: Sie haben gelernt, wie man überhaupt ein Projekt plant und wie viel Arbeit und Zeit investiert werden muss. Sie haben gelernt, selbstständig zu arbeiten, mit Unternehmen und Menschen in Kontakt zu treten. Sie haben gelernt, zu kalkulieren und langfristig zu planen. Louisa Mertens berichtet: „Ich habe für mich mitgenommen, dass man immer daran denken sollte, dass selbst die kleinste Veränderung große Auswirkungen hat.“




Schülerzeitungsredakteurin Faja Eickhoff war am Projekt „Es geht um Meer“ als Leiterin des Aktionsteams beteiligt.

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